Herzlich Willkommen

Hier wächst die Internetpräsenz des AKI-Förderkreis Industrie-, Handwerks- und Gewerbekultur Schweinfurt e.V.

Haben Sie bitte etwas Geduld mit uns, wenn der 'Füllstand' nicht so schnell steigt, wie gewünscht. Für den schnellen Zugriff bitten wir die Sitemap oder Aktuelles zu nutzen (siehe oben).

Die Stadt Schweinfurt wurde und wird wie kaum eine andere Stadt Deutschlands von der Industrie geprägt. Stadt und Industrie sind eine „Schicksalsgemeinschaft“.

Der AKI hat es sich – unterstützt durch die Stadt Schweinfurt – zur Aufgabe gemacht das kulturelle Erbe des Industriestandorts Schweinfurt, dem Weltruf entsprechend, zu bewahren und aufzuzeichnen.

Wir sind der technisch-historische Verein Schweinfurts und widmen uns der Sammlung und Erhaltung von technischen Kenntnissen, Produkten, Maschinen, Werkzeugen usw. sowie der Dokumentation und Präsentation der technischen Entwicklung und der damit einher gehenden Effekte auf wissenschaftliche Forschungen einerseits und der wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse andererseits.

Im Jahre 2018 feierten wir unser 25-jähriges Bestehen. Anlass zur Gründung des Arbeitskreises war damals (1993) die drohende Verschrottung des Drehgreifenkranes der Sandbaggerei Blum, den unsere Vorgänger durch eine Opens internal link in new windowbeherzte Inangriffnahme der Restaurierung zu verhindern wussten. Im Jahre 2009 erfolgte die Umwandlung in einen gemeinnützigen und eingetragenen Förderverein.

Geschäftsstelle und Postadresse: Ignaz-Schön-Str. 10, 97421 Schweinfurt

So arbeiten wir

Wir führen Veranstaltungen und Veröffentlichungen entweder selbst durch (mit und ohne Unterstützung Dritter - z.B. www.gkmo.net) oder unterstützen andere Träger (z.B. Museen und Galerien der Stadt Schweinfurt, Verein Deutscher Ingenieure VDI ...) bei deren Aktivitäten in diesem Bereich. 

Seit 2000  treffen wir uns einmal im Monat in der Geschäftsstelle, um Informationen auszutauschen, Neues zu planen und Altes zu bewerten. In der Zwischenzeit sind unsere Arbeitskreise und die Einzelkämpfer aktiv.

Aus diesen Aktivitäten entstehen dann "Das kleine Industriemuseum" (KIM) oder z.B. Sonderausstellungen innerhalb unseres KIM (Adresse siehe unten) oder auch an anderen Stellen (z.B in der Landesausstellung Main und Meer) oder auch unsere Jubiläumsschrift usw..

Wer sich für unsere Arbeit interessiert, ist herzlich willkommen, um sich nur zu informieren oder auch aktiv mit zu machen. Unsere 'Stellenangebote' reichen vom (Hobby)-Handwerker bis zum (Hobby-)Historiker. Der Kreis der möglichen Bewerber reicht vom Schüler/Azubi/Studenten über den beruflich aktiven Menschen bis zum Rentner/Pensionär - über einen nennenswerteren Anteil an Frauen in unseren Reihen würden wir uns freuen.

Wir freuen uns natürlich auch über jede Sponsorin, jeden Sponsor :-)  - sei es finanziell oder auch gegenständlich. Aus Sicherheitsgründen veröffentlichen wir an dieser Stelle keine Kontodaten. Schreiben sie uns oder schicken sie einen Scheck.

ehemalige Kunstmühle (falsch:"Spinnmühle"), Ostansicht des Gebäudes (Bj. 1842) an der Gutermann-Promenade Nr. 1, Museumseingang 2. Tür
(zur Maxbrücke 3 geht es nach links, zum Museum Georg Schäfer und zum Rathaus geht es nach rechts, die Blickrichtung des Photos geht in Flussrichtung, die rechts sichtbare Strasze führt über die Eisenbahn)

in der ehemaligen Kunstmühle (fälschlicherweise lange als 'Spinnmühle' bezeichnet), Gutermann-Promenade 1, 97421 Schweinfurt ist von März bis November geöffnet - jeweils am zweiten und vierten Samstag eines Monats, von 14 bis 18 Uhr und zu besonderen Ereignissen wie dem Stadtfest am letzten Wochenende im August und dem Pflasterklang am 1. Samstag im September (von 18 bis 22 Uhr), dessen Schlussveranstaltung abends entlang der Gutermannpromenade am Main (quasi vor unserer Haustür) stattfindet. 

Darüber hinaus haben wir geöffnet am deutschen Mühlentag (Pfingstmontag, 13-19 Uhr), während des Rotarian-Rowdy-River-Raft-Racing (Schlauchbootrennen,  direkt hinter dem Haus) des Rotary-Clubs im Juni auf dem Main ( von 13 bis 19 Uhr) und am Tag des offenen Denkmals am 2. Sonntag im September (von 13 bis 19 Uhr). Außerdem beteiligen wir uns am internationalen Museumstag (2. oder 3. Sonntag im Mai).

Gästeführungen

(von links nach rechts) Städtisches Elektrizitätswerk mit Turbinenhaus (dahinter in der Altstadt, aber hervorragend, der Schrotturm) und Nebengebäude, ehem. Spinnmühle (Bj. 1848) mit Schäferwerken (von 1906 bis 11.04.1911), Kunstmühle (Bj. 1842) mit Radhaus (vorgesetzt), Maxbrücke 2 mit Straszenlaterne (Flussrichtung von rechts nach links) und davor Mühlkanal, Floszkanal, "Hauptkanal" mit 35 m Walzenwehr und ein Stück der Schleusenkanalmauer.

Gruppenführungen sind nach Absprache möglich.  Ansprechpartner Hr. Rücknagel, Tel. SW 8 28 79 oder museumsfuehrung(at)aki-schweinfurt.de. Darüber hinaus gibt es neuerdings eine Gästeführung "Gründer, Wasser und die Technik", die in einem Rundgang von ca. 90 Minuten (beginnend am Rathaus) schlaglichtartig die Technik in der Gründerzeit in Schweinfurt zum Thema hat. Die Kosten dafür betragen 8 €uro pro Person. Anmeldung über gaestefuehrung(at)aki-schweinfurt.de. Näheres finden Sie auf dieser Seite.

Beachten Sie bitte die rechte Spalte mit den konkreten Terminen des jeweiligen Jahres. Es werden zwar nur drei angezeigt, aber über den Hauptmenüpunkt "Termine" in der blauen Leiste (oben), können Sie sich alle anderen Termine anzeigen lassen.

Das erste Schweinfurter Industrieviertel

Die Schäferwerke nach dem Brand am 11.4.1911 von der Landseite aus gesehen. Ein Gebäudeteil des E-Werkes wurde auch beschädigt. Der Fluss flieszt hinter dem Gebäude von links nach rechts.
Oben neben der kleinen Brücke das 1. Walzenwehr der Welt (Baujahr 1902) von MAN seit über 100 Jahren in Betrieb.
Maxbrüxke 2 über den Hauptkanal, links daneben die Kunstmühle.
Das 2. Walzenwehr der Welt mit 35 m Spannweite (Baujahr 1903) im "Hauptkanal". Links daneben der Floszkanal und daneben der Mühlkanal (verdeckt).
Unterhalb der Kunstmühle der Gebäudeersatz der ehem. Spinnerei und darunter/danach das städtische Elektrizitätswerk.

Die Kunst-, die Spinnmühle und das Elektrizitätswerk sind historische Orte der Nutzung von Technik in Schweinfurt:

* Hier stand der erste Wasserturm der Stadt und führte über die erste Wasserleitung zum Markt. Das Wasser wurde mit wasserkraftgetriebenen Pumpen aus dem Main geholt.

* Hier endete auch der erste Abwasserkanal der Stadt, vom Markt her über die Brückenstrasze führend. Wie das mit der Wasserleitung und dem Mühlkanal zusammen passte, ist noch Gegenstand historischer Forschung.

* Der Standort kurz unterhalb der Brücke, die auf direktem Weg zum Rathaus führt, war im Mittelalter und in der Neuzeit der Standort der städtischen Mühlen (bis zu 16 unterschlächtige Mühlräder,  neben- bzw. hintereinander in den Mühlkanal ragend) sowie zeitweise einer zusätzlichen Schiffsmühle am Ausgang des Mühlkanales.

* In der Spinnmühle war ab 1848 eine Baumwollspinnerei mit 2 Mühlrädern als Antrieb. Das Gebäude und die Mühlräder hatte die Stadt auf Antrag errichtet und dann an den Fabrikanten Ebenauer für 30 Jahre verpachtet. In der bereits 1841/1842 errichteten Kunstmühle nebenan (flussaufwärts) waren Mühlräder im vorgebauten Radhaus untergebracht. Weitere waren flussabwärts im städtischen Elektrizitätswerk installiert.

* Ab 1892 produzierte Friedrich Fischer (der Kugelfischer) in dem Gebäude der insolvent gegangenen Spinnmühle seine Stahlkugeln und Kugellager mit der zuvor nie erreichten Genauigkeit, nachdem seine elterliche Werkstatt in der Oberen Strasze 8 dafür zu klein geworden war. 

* Ab 1906 produzierte hier sein späterer Firmennachfolger, Georg Schäfer, dessen Werkstatt in der nahegelegenen Judengasse auch zu klein geworden war, "Isolierrohre" - die Keimzelle der späteren Fränkischen Rohrwerke. Ein groszer Brand am 11.4.1911 war der Anlass zur Verlagerung dieser Produktion nach Königsberg und nicht zuletzt der späteren (1919) geschäftlichen Trennung der Gebrüder Kirchner und des Georg Schäfer.

* Anfang des 20. Jahrhunderts wurde hier das erste Elektrizitätswerkes der Stadt Schweinfurt errichtet, angetrieben durch Wasser- und Dampfkraft und errichtet nach einer Planung von Oskar von Miller. Heute ist neben unserem Museum (in der Kunstmühle, die den Stadtwerken gehört) die für den Betrieb der Mainkraftwerke zuständige Abteilung von eon in einem nach dem Brand (anstelle der Spinnmühle) errichteten Gebäude untergebracht.

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