Gründer der Fa. STAR sind die beiden Patentinhaber Henry Brinser Keiper und John Hertzler aus Lancaster in Pennsylvania. Sie gründen 1904 eine Zweigstelle in Berlin.


Mit Übersiedlung des Werkes von Berlin mit dem Hauptsitz nach Schweinfurt sind die Herren Ernst Sachs, Karl Fichtel und Jack L. Straub im Jahr 1909 gleichberechtigte Geschäftsführer


Georg Schildgen übernimmt 1932, nach dem Tod von Dr. h. c. Ernst Sachs im Juli 1932 die Leitung des Unternehmens als Alleingesellschafter. 


321. Geschäftsführer

Die Geschäftsführer sind bereits unter „Firmendaten“ genannt und werden auch dort fortgeschrieben.  Aufgrund seiner Sonderrolle wird an dieser Stelle das Lebenswerk des „Unternehmenslenkers“ 

Georg Schildgen (geboren: 1875 / gestorben: 1955)

näher beschrieben.

Im Alter von 23 Jahren tritt er am 01.04.1905 in die Zweigstelle der amerikanischen Muttergesellschaft in Berlin ein. Der bisherige Filialleiter Walter Groff übernimmt 1907 die Geschäftsführung, scheidet jedoch schon im Jahr 1908 wieder aus. Einen beträchtlichen Teil der Verantwortung übernimmt nunmehr Georg Schildgen. Er findet darin seine Lebensaufgabe. Im April 1916 wird er zum Prokuristen bestellt. 


Mit dem Umzug der STAR im Jahre 1922 von der Schultestraße in das 1916 gebaute F&S Werk wird Georg Schildgen gleichzeitig allein vertretungsberechtigter Geschäftsführer. Weitere Geschäftsführer sind Ernst Sachs und Jack Straub.


1925 wird er, mit dem Tod von Ernst Sachs, allein vertretungsberechtigter Geschäftsführer.


Im deutschen Wirtschaftsleben sah es wenig erfreulich aus, als Georg Schildgen, damals fünfzigjährig, die Leitung des Unternehmens als Alleingeschäftsführer übernahm.

Der geborene Wiener der als junger Mann nach Berlin gekommen war, um sich dort im Exportfach auszubilden, hatte nicht ahnen können, dass sich aus der Stellung, die er bei der Star Company antritt, eine lebenslange Verbindung ergeben würde.“

Das Schicksal fügte es, dass er nahezu den ganzen bisherigen Weg der ihm ans Herz gewachsenen Star-Gesellschaft begleiten sollte, wobei es an Erfolgen ebenso wenig fehlte wie an empfindlichen Nackenschlägen.

(u.a. J100, Seite 16)


Am 31.07.1945 wird Direktor Georg Schildgen seines Postens enthoben und mit ihm werden führende Mitarbeiter wegen Parteizugehörigkeit entlassen.

(Ausstellungsbroschüre, Seite 32)

Georg Schildgen übernimmt später wieder die Geschäftsführung und leitet den erfolgreichen Wiederaufbau und die Produktionserweiterung. 1955 verstirbt Georg Schildgen nach mehr als 50jähriger Tätigkeit für die DEUTSCHE STAR.


Dipl.-Ing. Karl Hülck und Artur Stepp übernehmen die Geschäftsführung. 


(©AKI/2017/Fiedler-Star020)

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