Inhaltsverzeichnis


01B gegründet 

02B Gründer / Unternehmer 

03B Gegenstand des Unternehmens 

04B Rechtsform / Besitzverhältnisse

05B Geschäftsführer

06B Standorte

07B Tochtergesellschaften / Beteiligungen / Verkaufsbüros

08B … / wegweisende Beschlüsse 

09B … / markante Veränderungen 


gegründet


Die Deutschamerikaner Henry Brinser Keiper und John Hertzler aus Lancaster / Pennsylvania gründete 1904 eine Zweigstelle der amerikanischen Firma „The Star Ball Retainer Company Inc.“ in Berlin.


Gründer


An dieser Stelle sollen nicht nur die Gründer, sondern auch die „Unternehmenslenker“ der ersten 50 Jahren der Firmengeschichte genannt werden.


(1) Gründer sind die beiden Patentinhaber für Kugelhalter Keiper und Hertzler aus Lancaster in Pennsylvania. Sie leiteten die amerikanische Firma „The Star Ball Retainer Company Inc.“. Diese Firma exportierte Kugelhalter auf den deutschen Markt. Die gute Nachfrage führte im Frühjahr 1904 zur Gründung einer Zweigstelle der amerikanischen Muttergesellschaft in Berlin.

Der kleine Betrieb in der Ritterstraße beschäftigte einige Monate später 9 Mitarbeiter.


(2) 1909 erfolgt der Beschluss und die Übersiedlung des Werkes nach Schweinfurt. Gleichberechtigte Geschäftsführer sind die Herren Ernst Sachs / Karl Fichtel / Jack L. Straub.


(3) Georg Schildgen übernimmt 1932 die Leitung des Unternehmens als Alleingesellschafter nach dem Tod von Dr. h. c. Ernst Sachs. Er führt die Geschicke der Firma bis zu seinem Tod im November 1955. Er stand 50 Jahre im Dienst der Firma.


(©AKI/2016/Fiedler-Star02B)



Gegenstand des Unternehmens


Die Geschäftstätigkeit bei Gründung umfasste die Fabrikation und den Verkauf von Kugelhalterringen. Danach wechseln der Gegenstand des Unternehmens und damit die Produktpalette mehrmals. Heute (Stand 2016) umfasst die Produktpalette Montagetechnik, Lineartechnik, Kugelschienenführungen, Rollenschienenführungen, Kugelbüchsenführungen, Kugelgewindetriebe, Linearsysteme.



Rechtsform


Die Rechtsform hat sich bei der Star häufig geändert. Ab 1987 war – mit der Eingliederung in den Konzernverbund von Mannesmann – zumindest die organisatorische Selbständigkeit nicht mehr gegeben bzw. erstmals eingeschränkt.


Die Marke Star bleibt jedoch noch bis 2001, dem Übergang in die Bosch AG erhalten.


Nachfolgend der Versuch der systematischen Darstellung der Rechtsformen, Eigentümerwechsel, Besitzverhältnisse usw.

 

(1) Die US-amerikanische Firma „The Star Ball Retainer Company Ltd.“ errichtet eine Zweigstelle (kleinen Betrieb) in Berlin

(01.06.1904 – 13.01.1907)


(2) Umwandlung der amerikanischen Filiale in eine selbständige GmbH des deutschen Rechts: „The Star Ball Retainer Company mbH“

(14.01.1907 – 30.09.1909)

Beschluss das Unternehmen nach Schweinfurt überzusiedeln

(1909)


(3) Gründung der „Star Ball Retainer Company mbH“ / Hauptsitz ab 1.10.1909 ist Schweinfurt / neue Besitzverhältnisse im Gesellschaftsvertrag

Als gleichberechtigte Geschäftsführer treten in das Unternehmen ein:

Ernst Sachs / Karl Fichtel / Jack L. Straub

(01.10.1909 – 07.09.1914)


(4) Umfirmierung in „Deutsche Star Kugelhalter Ges. m.b.H“ / kurz: „Star“

(08.09.1914 - 1987)


(5) Die Mannesmann AG erwirbt die Deutsche Star GmbH mehrheitlich

Die „Star“ wird in die Firmengruppe Mannesmann Rexroth eingeordnet.

(1987 - 1999)


(6) Umfirmierung in „Rexroth Star GmbH“

(1999 – 01.05.2001)


(7) Vodafone übernimmt Mannesmann

Die Industriesparte von Mannesmann wird ausgegliedert als Atecs Mannesmann AG und soll an die Börse gehen

(2000 – 2001)


(8) Entstehung der Bosch Rexroth AG (Lohr)

Siemens und Bosch erwerben die Firmengruppe gemeinsam.

Die Robert Bosch GmbH übernimmt die Rexroth Gruppe.

Aus der Bosch Automationstechnik und Mannesmann Rexroth entsteht die Bosch Rexroth AG, eine 100-prozentige Tochter der Robert Bosch GmbH.

(2001)


(9) Star wird Teil der Bosch Rexroth AG (Lohr)

Die Rexroth Star GmbH wird ein Teil des Geschäftsbereichs „Linear Motion and Assembly Technologies“.

Der jahrzehntelange Name „Star“ verschwindet vom Markt.

(01.05.2001 – Nov. 2005)


(10) Umfirmierung in „Bosch Rexroth Mechatronics GmbH“

Der von Schweinfurt aus geleitetete Geschäftsbereich Linear Motion and Assembly Technologies firmiert als Bosch Rexroth Mechatronics GmbH.“

(Nov. 2005 - heute)



Besitzverhältnisse


01.10.1909

Mit dem Beschluss die Firma nach Schweinfurt umzusiedeln und der Gründung der „Star Ball Retainer Company mbH“ / Hauptsitz ab 01.10.1909 Schweinfurt, treten neue Besitzverhältnisse im Gesellschaftsvertrag ein.

Als gleichberechtigte Geschäftsführer treten in das Unternehmen ein:

Ernst Sachs / Karl Fichtel / Jack L. Straub


1930

Veränderung der Geschäftsanteile (Eigentümerwechsel):

Jack Straub tritt seine Anteile an Ernst Sachs ab.


1930

Hedwig Fichtel, die Witwe von Karl Fichtel stirbt. Ihre Anteile gehen auf ihre Kinder über. Es sind dies:

Liselotte Bock geb. Fichtel, Gerda Bock geb. Fichtel, Jens Georg Fichtel.


02.07.1932

Todestag von Geheimrat Ernst Sachs. Seine Anteile gehen auf seine Witwe Betty Sachs geb. Hoepflinger über. Später gemeinsamer Besitz von ihr und ihrem Sohn Willy Sachs.


1987

Mit dem Erwerb der Deutschen Star GmbH durch die Mannesmann AG liegt mehrheitlich „Streubesitz“ vor. Die Sachs-Erben trennen sich in den folgenden Jahren von ihren restlichen Anteilen.


2000 / 2001

Die turbulenten Veränderungen mit der Übernahme von Mannesmann durch Vodafone bis schließlich Mannesmann Rexroth im Konzernverbund der Bosch AG eine neue und bestmögliche Heimat fand, werden an dieser Stelle nicht betrachtet.


(©AKI/2016/Fiedler-Star04B)




Geschäftsführer


Die Jubiläumsschrift „100 Jahre die bewegen“ zeigt auf den Seiten 54 und 55 unter „Chronik der Geschäftsleitung“ die Geschäftsführer in ihrer zeitlichen Reihenfolge mit Foto und Zuständigkeitsbereich.



Liste der Geschäftsführer (Stand 2004)


(1) Karl Fichtel

Gesellschafter und Geschäftsführer ab 1909 bis zu seinem Tod 1911.


(2) Ernst Sachs

Gesellschafter und Geschäftsführer ab 1909 bis zu seinem Tod 1932.


(3) Georg Schildgen

Seit 1905 in der Firma, alleiniger Geschäftsführer ab 1932 bis zu seinem Tod 1955.


(4) Karl Hück

Technischer Geschäftsführer ab 1956, wird dann 1962 zu Sachs berufen.


(5) Artur Stepp

Kaufmännischer Geschäftsführer von 1956 bis 1970.


(6) Dr. Hans Ertl

Technischer Geschäftsführer von 1962 bis 1974.


(7) Hans-Heinrich Dölcker

Kaufmännischer Geschäftsführer von 1970 bis 1991.


(8) Werner Blaurock

Sprecher der Geschäftsleitung seit 2001.

Vorsitzender der Geschäftsführung 1991-2001.


(9) Hartmut Weißpfennig

Geschäftsleitung kaufmännischer Bereich seit 2001.

Geschäftsführung 1991-2001.


(10) Gerhard Riedel

Geschäftsleitung Vertrieb LT seit 2001.

Geschäftsführung 1991-2001.


(11) Dr. Jörg Walther

Geschäftsleitung Technik und Vertrieb Montagetechnik seit 2001


(12) Reinhard Schäfer

Geschäftsführer der Rexroth Star GmbH von 2001-2003.


(13) Günter Schwab

Geschäftsführer der Rexroth Star GmbH seit 2003.


(14) Dr. Bernhard Ochs

Geschäftsführer der Rexroth Star GmbH seit 2004.


Die Fortschreibung der Liste erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt. 

 

 


Standorte



Ritterstraße 9-10, Berlin (01.06.1904 - 01.10.1909)

Glogaustraße, Berlin (nur vorübergehend)

Schrammstraße 18, Schweinfurt (01.10.1909 – 19..)

Schultestraße, Schweinfurt (19.. - 1922)

Umzug ins neue F&S-Werk (1916 errichtet) (1922 – 1925)

Ernst-Sachs-Straße 100, Schweinfurt (1925 - 1990)

Zweigwerk in Volkach (1961 – heute)

Erweiterung des Zweigwerks in Volkach (1963)

Inbetriebnahme Werk Süd in Schweinfurt (1990 – heute)

Erweiterungsbau Werk Süd (2. Bauabschnitt) (1996 – heute)

Die Standorte betreffen ausschließlich die Fertigungsstätten im Inland. 

Die Standorte im Ausland sind unter Tochtergesellschaften / Beteiligungen ausgewiesen.


 


Tochtergesellschaften / Beteiligungen / Verkaufsbüros


In der Ära „Deutsche Star“

(1) Gründung von sechs weiteren inländischen Verkaufsbüros (Sept. 1975) 

(2) Gründung der irländischen Tochtergesellschaft (1977 - ...)

Star Ball Retainer Company of Ireland Ltd.“ in Skibereen

(3) Erwerb der Firma „Almé S.A.“ in Meaux, Frankreich (1978)

(4) Bau des französischen Werkes für Kugelgewindetriebe, (1981)

Linearelemente und Linearsysteme

Bis zur Eingliederung in „Bosch Rexroth Frankreich“ behält

der Standort seinen ursprünglichen Namen „Almé S.A.“


In der Ära „Mannesmann Rexroth“

(5) Erwerb der amerikanischen Firma „Star Linear Systems Co.“ (1991)

in Charlotte, USA

(6) Erwerb der italienischen Vertriebsgesellschaft „Star Mikron (1992)

S.P.A.“ in Mailand

(7) Gründung der „STAR – RECTI CO LTD“, Taiwan (1993) 

(8) Einrichtung der „Star Division“ in Großbritannien (1995)

(9) Erwerb der schwedischen Vertriebsgesellschaft (1996)

Star Linjär Teknik AB“ in Helsingborg

(10) Gründung der „Star Division“ in Japan, Korea und Singapur (1996)

In der Ära „Bosch Rexroth“

Gründungen / Erwerbe etc. werden ggf. noch ergänzt. 

(©AKI/2016/Fiedler-Star07B)




Wegweisende Beschlüsse


Erwähnt werden muss hier der Beschluss, die Fertigung von Kugelhaltern von Berlin nach Schweinfurt zu verlagern, dem Zentrum der Wälzlagerindustrie.


Die wichtigsten Meilensteine


Auf die Angabe der zahlreichen Meilensteine wird verzichtet.

Stattdessen werden nur die markanten Veränderungen seit Gründung gelistet.

Die einzelnen Meilensteine gehen aus der Firmengeschichte (Chronik) bzw. den Facetten der Firmengeschichte ausführlich hervor.


Markante Veränderungen seit Gründung



Es änderte sich das Produktspektrum mehrmals.


Die Firmenzugehörigkeit einschließlich der Besitzverhältnisse wechselte ebenfalls mehrmals.

 

Auch die Marke blieb nicht bestehen.


Dabei – oder dennoch – gilt, dass die Herausforderungen stets gemeistert wurden.

Die Stellung am Weltmarkt ist Beweis dafür (Nr. 2 in der Welt / Nr. 1 in Europa).


Im Mai 2001 ist aus der Rexroth Star GmbH und dem Produktbereich Montagetechnik der ehemaligen Bosch Automation ein neuer Geschäftsbereich in einem neuen Unternehmen entstanden. Für den Bereich Mechatronik sind die Werke in Schweinfurt und Volkach Entwicklungsstandort und Hauptstandorte.



(©AKI/2016/Fiedler-Star09B)

(Star99B)

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